Unternehmen in der Krise – wie Sie die Insolvenz vermeiden können!

Allein in Deutschland müssen jährlich mehrere zehntausend Unternehmen den Weg in die Insolvenz gehen. Meist ist die Insolvenz der letzte Schritt, wenn die Liquidität nicht gesichert werden kann und die Schulden gegenüber Gläubigern zu hoch sind. Oftmals werden die Symptome der Krise schon lange vorher sichtbar und es gilt sowohl für Schuldner als auch für Gläubiger, diese rechtzeitig zu erkennen und zu handeln.

Erste Zeichen von Liquiditätsmangel erkennen!

Meist zeigt sich eine Liquiditätsmangel schon lange vor der Insolvenz, wie beispielsweise:

  • fehlende Ersatzinvestitionen in den laufenden Betrieb
  • kurzfristig über das Limit überzogene Kontokorrentrahmen
  • erst nach Anmahnung werden Eingangsrechnungen beglichen
  • Lieferanten liefern nur noch gegen Vorkasse
  • das Geschäftskonto wird permanent im Soll geführt

Die Ursachen für einen Liquiditätsmangel bzw. eine Unternehmenskrise können vielfältig sein. Erfahrungsgemäß sind es meist:

  • ein mangelhaftes Controlling
  • Rentabilitätsprobleme oder ein unpassender Unternehmensstandort sowie
  • Unternehmenssanierungen

 

Erste Schritte zur Vorbeugung von Forderungsausfällen einleiten!

Um die Liquidität des eigenen Unternehmens zu sichern und damit Forderungsausfälle zu vermeiden, bieten sich folgende Schritte an:

1. Vorkasse: damit sichern Sie sich zu 100% ab!

2. Schriftliche Verträge mit eindeutigen Zahlungsbedingungen wie:

  • kurzfristige Zahlungsfristen
  • Abschlagszahlungen
  • Lastschriftverfahren und Einzugsermächtigungen: besonders vertretbar bei dauerhaften Geschäftsbeziehungen!

3. Eigentumsvorbehalt

Sollte ihr Auftraggeber bereits Konkurs angemeldet haben, sind Ihre Chancen auf Geldeingang sehr gering. Um diesem Umstand vorzubeugen, eignet sich ein schriftlich festgelegter Eigentumsvorbehalt, den sie zusätzlich mit einem Kontokorrentvorbehalt ergänzen können.

4. Bürgschaft – geliehene Sicherheit

Falls ihr Schuldner nicht in der Lage ist, eine Bankbürgschaft einzubringen, ist das häufig ein Zeichen dafür, dass seine Bank nicht mehr von seiner Kreditwürdigkeit überzeugt ist.

Professionelle Beratung suchen – Förderprogramme nutzen!

Bei einer drohenden Unternehmenskrise bietet sich eine professionelle Beratung von erfahrenen Unternehmensberatern, Industrie- und Handelskammern sowie vergleichbaren Einrichtungen an. Diese erstellen zusammen mit dem betreffenden Unternehmen eine kurzfristige Analyse zu den Ursachen des Liquiditätsmangels und geben wertvolle Hinweise und Tipps zur Bewältigung.

Darüber hinaus können Förderprogramme „Runder Tisch“ sowie „Turn Around“ – beide gefördert von der KfW (Kredit für Wiederaufbau) – sinnvoll genutzt werden, um wirtschaftliche, organisatorische und finanzielle Unterstützung von zugelassenen und kompetenten Unternehmensberatern zu erhalten.

Ihr Unternehmen befindet sich in einer Krise? Gern beraten wir Sie ausführlich zu möglichen Schritten der Bewältigung sowie zu allen Einzelheiten der Förderprogramme!

 

 

Print Friendly