Unternehmensnachfolge in der Krise!

„Biete Unternehmen – finde keinen Nachfolger“. So oder so ähnlich könnte eine Anzeige eines Senior-Unternehmers derzeit lauten.  Die aktuelle Lage bei der Unternehmensnachfolge wird immer problematischer. Während eine Rekordzahl an Senior-Unternehmern 2013 ihren Betrieb abgeben wollte, sank die Zahl der übernahmeinteressierten Existenzgründer auf einen erneuten Tiefstand. Erstmals überwiegt damit die Zahl der Alt-Inhaber, während Nachwuchskräfte auf sich warten lassen. Geht dem Mittelstand der Nachwuchs aus?

Industrie besonders betroffen!

Rein rechnerisch kommen in der Industrie fünf Alt-Inhaber auf einen möglichen Nachfolger. Besonders der hohe Kapital- und Modernisierungsbedarf sowie die schwierige Suche nach qualifizierten Nachfolgern machen die Übernahmesituation in der Industrie besonders problematisch.

Fachkräftemangel und demografische Entwicklung sind Hauptursachen

Während immer Unternehmer das Ruhestandsalter erreichen, zieht der Hauptteil der qualifizierten Personen eine gut bezahlte Beschäftigung im Angestelltenverhältnis vor. Konsequenz: 41 Prozent der Senior-Unternehmer und fast 50 Prozent der potentiellen Nachfolger finden kein passendes Unternehmen.

Jedoch positiv: Unter allen potentiellen Unternehmensnachfolgern gibt es immer mehr Frauen. Mit 25 Prozent Frauenanteil war dies 2013 ein Rekordwert.

 

Finanzierung nach wie vor größtes Hindernis bei der Unternehmensnachfolge

Jeder zweite potentielle Unternehmensnachfolger hat Schwierigkeiten bei der Finanzierung einer Übernahme sowie bei Modernisierungsmaßnahmen, die notwendig sind. Vorteile sind jedoch die derzeitig günstigen Finanzierungsmodelle, die es Nachfolgern etwas leichter macht als in den Vorjahren.

Oftmals kein Notfallplan bei Senior-Unternehmern vorhanden

Fast 75 Prozent der Senior-Unternehmer haben die wichtigsten Unterlagen für eine reibungslose Fortführung des Unternehmens nicht griffbereit zusammengestellt. Besonders beunruhigend ist, dass dieser Anteil erneut gestiegen ist und bereits seit vier Jahren nicht unter 70 Prozent liegt. Anscheinend sind die psychologische Barrieren, sich mit den Themen Krankheit, Unfall und Tod auseinander zu setzen, sehr hoch.

Quelle: DIHK Nachfolgereport 2014

 

Sie planen die eine Unternehmensnachfolge oder sind auf der Suche nach einem passenden Nachfolger? Gern informieren wir Sie rund um die Unternehmensnachfolge sowie zu Fördermöglichkeiten bei der Übernahme eines Unternehmens.

 

 

 

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