Rechtsformen für Existenzgründer – welche ist die Richtige?

Für Existenzgründer und Start-Up Unternehmen ist die Wahl der passenden Rechtsform meist mit vielen Fragen verbunden. Meist sind es die Themen wie Haftung, Startkapital sowie weitere formale Aspekte der Gründung, die Beratungsbedarf aufkommen lassen. Wir sagen Ihnen, zwischen welchen Rechtsformen Sie wählen können!

Unterschiedliche Rechtsformen – unterschiedliche Anforderungen!  

Unterschieden wird bei der Wahl der Rechtsformen zwischen Ein-Personen-Gründungen sowie Personen und Kapitalgesellschaften. Jede Rechtsform ist mit unterschiedlichen Anforderungen an das Unternehmen verbunden, weshalb es vor der Gründung eines Unternehmen sinnvoll ist, sich von einem Steuerberater, Unternehmensberater oder einem Anwalt beraten zu lassen.

Mögliche Rechtsformen für Ein-Personen-Gründungen

Sie möchten Ihr Unternehmen allein gründen? Dann ist die Rechtsform Einzelunternehmen für Sie die Richtige. Vorteil: Sie benötigen kein gesetzlich vorgeschriebenes  Startkapital. Die nachfolgend aufgeführten Rechtsformen für Einzelunternehmen unterscheiden sich unter anderem in der Haftung durch das Privat- oder Firmenvermögen.

Zu den Rechtsformen der Ein-Personen-Gründungen gehören:

  • Ein-Personen-GmbH
  • Ein-Personen-Unternehmergesellschaft  (haftungsbeschränkt)
  • Ein-Personen-AG

Mögliche Rechtsformen für Personengesellschaften

Die Gründung einer Personengesellschaft bedingt den Zusammenschluss von mindestens zwei Personen. Für die Schulden des Unternehmens haften die Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen. Dafür müssen sie kein Mindestkapital in die Personengesellschaft einbringen und sind meist auch Leiter ihres Unternehmens.

Zu den Personengesellschaften gehören die:

  • Offene Handelsgesellschaft (OHG)
  • Kommanditgesellschaft (KG)
  • Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR)
  • Partnerschaftgesellschaft (PartG)
  • Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB) sowie die
  • GmbH & Co.KG

Mögliche Rechtsformen für Kapitalgesellschaften:

Ein entscheidender Grund für die Wahl einer Kapitalgesellschaft ist die Haftungsbeschränkung je nach Branche, denn die Aktionäre bzw. die Gesellschafter haften für ihre geschäftlichen Aktivitäten meist nur in Höhe ihrer Einlage. Damit ist auch die Kapitalbeschaffung in Form von Sach- und Geldwerten bedeutend. Vorteil:  Aktionäre bzw. Gesellschafter müssen sich trotz Kapitaleinbringung nicht aktiv an der Geschäftsführung beteiligen.  Da Kapitalgesellschaften juristische Personen sind, sind sie selbst Träger von Rechten und Pflichten.

Zu den Kapitalgesellschaften gehören die:

  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
  • GmbH-Variante: Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
  • Aktiengesellschaft (AG)

Eingetragene Genossenschaft – sinnvolles Kooperationsmodell für Gründungsteams! 

Für Gründungsteam eignet sich beispielsweise eine eingetragene Genossenschaft. Sie gehört weder zu den Personen- oder Kapitalgesellschaften und dient vor allem als Kooperationsmodell für mittelständische Unternehmen.

Gut zu wissen:  Wenn sich die Anforderungen Ihren Unternehmens ändern, können Sie die Rechtsform jederzeit wechseln!

Die Wahl der Rechtsform hat immer finanzielle, steuerliche und rechtliche Auswirkungen. Gern beraten wir Sie in einem kostenlosen Erstgespräch passenden Rechtsform und informieren Sie zu Fördermöglichkeiten!

Print Friendly